Was ist Stress?

Erst seit ca. 50 Jahren wird der Begriff Stress in der Medizin verwendet. Gemeint ist damit das Erreichen bzw. Überschreiten der individuellen physischen und psychischen Belastungsgrenze. Physiologisch betrachtet ist Stress ein Zustand, der mit Druck, hoher Erregung, Anspannung sowie mit Gefühlen wie Angst, Ärger oder Hilflosigkeit einhergeht.

Die Anzahl der zu verarbeitenden Informations- und Sinneseindrücke ist in den letzen 200 Jahren um ca. das 150fache gestiegen. Hohes Lebenstempo und Leistungsdruck sind typisch für die moderne Lebensweise. Wir empfinden sie primär nicht als bedrohlich, sie führt jedoch zu einer ständigen Aktivierung des Organismus. Für die Erhohlung bleibt immer weniger Zeit übrig. Aus biologischer Sicht ist dies eine erhebliche Belastung, die bis zum Kollaps führen kann.

Je nach Disposition kann Stress zu sehr unterschiedlichen Symptomen führen. Besonders häufig sind innere Unruhe, Schlafstörungen, Depressionen, Kopfschmerzen, hoher Blutdruck, Herzrhythmusstörungen, Tinnitus, Schwindel, Fehlbelastungen der Wirbelsäule, Magen-Darm-Erkrankungen, Hauterkrankungen und Allergien.

Stress und Ärger sind häufig unvermeidlich. Sie beeinträchtigen nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern auch die Gesundheit der Betroffenen. Dabei können vielfältige körperliche und seelische Symptome auftreten, darunter auch Ängste, Schlafstörungen, starke Verspannungen, Schmerzen, u.s.w.

Verhaltensmuster wie "sich unter Druck" setzen, "Aushalten", Konfliktvermeidung, Passivität und Hilflosigkeit sind von erheblicher Bedeutung für die Stressentstehung. Mit Hilfe von Übungen zur Spannungs- und Körperwahrnehmung können diese Reaktionsmuster erfasst und abgebaut werden. Eine selbstbewußte, handlungsorientierte „Haltung“ kann schrittweise erlernt werden.

In Seminaren oder im Rahmen einer Einzelberatung können Teilnehmer wichtige Aspekte ihres Verhaltens kennen lernen. Sie üben sich in Konfliktsituationen ausreichend abzugrenzen und Ihre Bedürfnisse besser zum Ausdruck zu bringen. Stressmanagement wirkt auf diese Weise krankheitsvorbeugend und fördert die aktive Auseinandersetzung mit Problemen in einem immer komplizierter werdenden Alltag. Die Entspannungs- und Atemübungen helfen Ihnen ein stabiles Gleichgewicht aufzubauen und sich in Belastungssituationen auf das Wesentliche zu konzentrieren.

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Was können Sie tun?

Zunächst ist ein physiologisches Verständnis der Körperreaktionen unter Stress von Bedeutung, z.B. wie Druck zu einer Anspannung der Muskulatur und in der Folge ggf. zu Spannungskopfschmerzen oder entzündlichen Veränderungen führt. Will man übermäßige Stressreaktionen abbauen, müssen die individuellen Spannungsmuster bewusst gemacht und differenziertere Verhaltensweisen erlernt werden.
Gezieltes Stressmanagement unter professioneller Anleitung kann die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden des Einzelnen steigern. Gleichzeitig wird die Grundlage für eine stabilere Gesundheit geschaffen.

 

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Dr. med. Gerhard Zimmermann
Hautarzt
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