Ein hohes Maß an Stress beeinträchtigt nicht nur die
Leistungsfähigkeit der Betroffenen, sondern auch deren Gesundheit.
Dabei entsteht eine verstärkte vegetative Anspannung, die sich
in Unruhe, Angst, und Schlafstörungen sowie in vielfältigen
körperlichen und seelischen Symptomen äußern kann.
Eine herkömmliche Behandlung mit Medikamenten unterdrückt
bis zu einem bestimmten Grad die Beschwerden. Da jedoch ein tieferes
Verständnis für die zugrundeliegenden Körperreaktionen
fehlt, kommt es häufig zu einem Rückfall der Symptome.
Darüber hinaus können aufgrund der weiter bestehenden
Anspannung ernsthafte Erkrankungen auftreten.
Verhaltensmuster, wie sich unter Druck setzen, Aushalten, Konfliktvermeidung,
Passivität und Hilflosigkeit sind von erheblicher Bedeutung
für die Stressentstehung. Mit Hilfe von Übungen zur Spannungs-
und Körperwahrnehmung können diese Reaktionsmuster erfaßt
und verstanden werden. Der Zusammenhang zwischen den Beschwerden
und dem eigenen Verhalten unter Stress wird so spürbar. In
einem schrittweisen Lernprozeß lassen sich diese oft unbewußten
Verhaltensmuster beeinflussen und abbauen.
Die Effektivität in der Kommunikation mit sich selbst und Anderen
wird erheblich gesteigert und eine selbstbewußte, handlungsorientierte
Haltung entwickelt sich. Indem Belastungsgrenzen fühlbar und
subjektive Bedürfnisse ausreichend berücksichtigt werden,
wirkt Stressmanagement krankheitsvorbeugend und fördert die
aktive Auseinandersetzung mit Problemen im immer komplizierter werdenden
Berufsalltag.
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